Gegenwart

Das BLAUE KREUZ IN DER EVANGELISCHEN KIRCHE e.V. (kurz BKE) ist eine SELBSTHILFEORGANISATION auf christlicher Basis. Diese ist jedoch nicht konfessionell gebunden. Die Hilfe wird über alle Nationalitäten, Rassen und politischen Systeme hinweg geboten.

Zu uns kommen Menschen, die Probleme im Umgang mit Alkohol oder anderen Rauschmitteln haben oder Familienangehörige und Freunde von Gefährdeten, die bei uns Rat und Hilfe suchen.
Wir sind also für alle Menschen da, für die das Rauschmittel das Problem ist!
Unser Ziel ist es, die Sorgen und Nöte der Betroffenen und Mitbetroffenen aufarbeiten zu helfen und Abhängigen HILFE zur SELBSTHILFE zu vermitteln, damit sie künftig ohne Rauschmittel glücklich und zufrieden leben können.

Die vielen HAUSBESUCHE, EINZELBETREUUNGEN und GRUPPENSTUNDEN sowie sonstige mittelbare Arbeiten werden von LAIENMITARBEITERN, sog. ehrenamtlichen Suchtkrankenhelfern, die eine über 2 Jahre dauernde Ausbildung nach einem vorgegebenen Programm des Gesamtverbandes für die Suchtkrankenhilfe hinter sich haben, erledigt.

Die Gruppenleitung liegt in Händen von ausgebildeten Gruppenleitern, die ebenfalls eine einjährige Ausbildung hinter sich haben.

In den wöchentlichen Gruppenabenden arbeiten wir auch an Themen (persönliche Krisen, Probleme etc. haben Vorrang!), die wir uns gestellt haben und die (auch) aus dem täglichen Leben gegriffen sind.

Wir arbeiten eng zusammen mit den hauptamtlichen Mitarbeitern in den Suchtkrankenberatungsstellen des Diakonischen Werkes der Kreise sowie mit den Sozialarbeitern in Werken, aber auch mit Ärzten, Seelsorgern usw.


Geschichte

Louis Lucien Rochat hatte 1877 offene Augen für die Not der Alkoholkranken. Nach einer inneren Erneuerung seines Lebens gründete er 1877 in Genf das Werk des BLAUEN KREUZES. Die Arbeit breitete sich aus und kam auch nach Deutschland. Dort wurde 1885 von Pfarrer Bovet in Hagen der erste Deutsche-Blaukreuz-Verein ins Leben gerufen.
1902 schlossen sich in Soest vier Landesverbände zum Kirchlichen Bund Blaukreuz-Verbände Evangelischer zusammen.


Wir sind Partner

Wir wollen Dir helfen, Deine Abhängigkeit vom Alkohol, von Medikamenten und anderen Rauschmitteln zu überwinden.

Wir kennen wie Du die Einsamkeit, die Dich umgibt, z.B. in Deiner Familie, z.B. an Deinem Arbeitsplatz

Wir wollen Dir helfen, aus Deiner Einsamkeit herauszukommen.

Wir kennen wie Du das Gefühl, nichts sagen zu dürfen - das Gefühl, immer allein kämpfen zu müssen.

Deshalb: Wir sind Partner, sind uns gegeseitige Hilfe. Wir sind Menschen, die zusammengefunden haben, um miteinander alles bereden zu können, was uns bewegt.

Das ist es, was wir wollen: hilfreiche Gemeinschaft zu sein. Miteinander.

Wir sind Gemeinschaft

Wir stehen zusammen, weil wir uns aneinander geöffnet haben.

Wir stehen zusammen, weil wir in unserer Gemeinschaft Hoffnung finden. Wir laden Dich ein, zu uns zu kommen.

Gemeinschaft, das bedeutet für uns, mit anderen Menschen zusammen zu sein, die aus ihrer Einsamkeit herausgefunden haben und ein selbstveranwortetes Leben ohne Alkohol oder Drogen führen.

Die Kirchengemeinden unterstützen und begleiten uns dabei.

Wir sind Lebenshilfe

Wir treffen uns regelmäßig in unseren Gruppen. Alles was wichtig ist für uns, besprechen wir miteinander. Das ist für uns mehr als Suchtberatung.
Es ist Lebenshilfe.

Wenn Du wünscht, besuchen wir Dich zu Hause und versuchen mit Dir in Einzelgesprächen eine Lösung für Dein konkretes Problem zu finden.

Wir halten auch Kontakt zu Dir während Deiner Behandlungszeit.

Und vermitteln Dir fachliche Hilfe. Wir arbeiten zusammen mit Beratungsstellen, Fachkliniken und Therapieeinrichtungen.

Wir bilden uns fort, um immer besser helfen zu können.
Dein Vertrauen nehmen wir ernst.


Wir haben Erfahrung

Wir sind ein sehr alter Verband. Vor mehr als 100 Jahren wurde das Blaue Kreuz gegründet.
Das sind viele Jahre Erfahrung.

Wir sind offen für jeden. Bei uns gibr es keine Unterschiede in der Religionszugehörigkeit, der Weltanschauung oder Nationalität. Weil Du ein Mensch bist, bist Du willkommen.

Unser Arbeit geschieht vor allem in den Ortsgruppen. Es gibt Landesverbände, einen Bundes- und einen Internationalen Verband. Rund 30 Nationalverbände sind dort zusammengeschlossen.


Unser Motto lautet

Nehmet einander an, wie Christus euch angenommen hat.
(Römer 15,7)